#speedreading - ein Selbstversuch

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Wie komme ich drauf?

In meiner Twittertimeline ist ein Link zu einem t3n-Artikel aufgetaucht, der Squirt vorstellte, ein Tool mit dem man Inhalte von beliebigen Webseiten schnell(er) lesen können soll.

Ich habe damit ein wenig gespielt und mir hat die Darstellung von einzelnen Worten als "Word Flash" sehr gut gefallen, weil ich dabei schon das Gefühl hatte deutlich konzentrierter zu sein und Inhalte deutlich schneller erfassen zu können. Allerdings fand/finde ich es wenig erstrebenswert Webseiten schneller zu konsumieren. IMHO sind diese sowieso nicht so lang, als das es hier wirklich eine Zeitersparnis zu erreichen gibt.

Aber mein Interesse war geweckt. Ich fing an zu googeln und es scheint wohl, gerade in den Staaten, mehr Menschen zu geben, die speedreading richtig gehend trainieren, um in Schulen und Unis z.B. die notwendige Literatur irgend wie überhaupt zu schaffen. Dabei scheint es so zu sein, dass ein untrainierter Leser, wie ich, zwischen 100 und 200 Worte pro Minute ließt. Für einen trainierter Leser sind wohl auch realistisch 1000 Worte pro Minute zu erreicht.

Toolunterstützung

Nach dem ich wieder in meiner Twittertimeline herum gefragt habe, gab mir @OlafLewitz eine Toolempfehlung. Anscheinend hat sich Olaf schon früher mit dem Thema beschäftigt, ist aber aus Zeitgründen nie wirklich eingestiegen.

Olaf empfahl mir, die App von acceleread unter die Lupe zu nehmen. Denn acceleread erlaubt es freie eBook (also solche ohne DRM) via Dropbox in der App zu verwenden. Und das wollte ich eigentlich tun... Eigentlich!

Accelerade bringt nicht nur Schnelllese-Tools mit sondern einen Schnelllesekurs für unterschiedliche Fertigkeitsstufen. Das wollte ich ausprobieren. Als erstes wird die aktuelle Lesegeschwindigkeit ermittelt. Ich erreichte dabei auf anhieb 180 Wpm bei einem unbekannten englischen Text.

Also auf, los gings. Der Einsteigerkurs bringt 10 Lektionen von 10 bzw. 7 min. Dauer mit. Und die Empfehlung ist es wohl jeden Tag nur eine Lektion machen. Zwischen durch kann man seinen Fortschritt immer mal wieder mit Tests überprüfen. Recht schnell steigerte ich mich, aber wirklich belastbar sind Ergebnisse über 300 Wpm sicher nicht. Die Ergebnisse hängen bei mir extrem davon ab, ob ich das englische Vokabular wirklich drauf habe oder nicht.

Wie wird man schneller?

Das Geheimnis scheint zu sein, das man weniger mitspricht (im Idealfall gar nicht), mehrere Worte auf einmal erfasst und mit den Augen nicht mehr zurück springt. All das wird mit verschiedenen Übungen in den Lektionen trainiert. Das Training ist manchmal wirklich ansträngend.

Erste Ergebnisse

Nachdem ich den Einsteigerkurs komplett durch habe, habe ich, mit einer Woche Pause, den fortgeschrittenen Kurs begonnen. Der Eingangstest behauptet immer noch, ich würde über 250 Wpm lesen. Das wäre eine Steigerung von 43%. Wie geschrieben, immer mit englischen Texten deren Inhalt nicht unbedingt zu meinem Fachgebiet gehörten. Der letzte Test beschäftigte sich mit der Aberkennung des Planetenstatus von Pluto...

Man kann auch an der Kurve erkennen, dass es wohl Texte gab, die mir deutlich leichter gefallen sind.

Fazit

Die App ist sicher, mit knapp 10,-- Euro, kein Schnäppchen. Aber für drei mal 10 Lektionen, der Möglichkeit auch nach den Lektionen eigene eBooks zu lesen und somit das Tooling zum Schnelllesen weiter zu benutzten, finde ich das Geld nicht wirklich schlecht investiert. Als immer vorausgesetzt man möchte schneller lesen.

Bei mir stellt sich das aktuell so dar, dass ich zwei unterschiedliche Lesemodi habe, einen "Feierabendmod" der zum Roman und dem Glas Rotwein passt und einen "jetzt-aber-schnell-Mod", der zwar nicht immer bei über 300 Wpm liegt, aber mir jetzt schon Zeit sparen hilft.

Meine Motivation ist noch immer hoch und im Moment versuche ich auch tatsächlich die weiteren Lektionen durch zu ziehen. Ein erklärtes Ziel von x Wpm habe ich allerdings nicht.

Habt Ihr Euch schon mehr mit dem Thema speedreading beschäftigt? Kennt Ihr Trainings die mir weiter helfen könnten? Clubs oder WebSites?

Grüße
Thomas

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#Kindle paperwhite - bin in die Falle getappt!

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Tags:  Computer privat

Hmpf

Jetzt ist es also doch passiert, ich bin Amazon in die Abofalle gegangen. Wobei, wenn ich ehrlich bin, ist das ja schon deutlich länger passiert und zwar, als Amazon die Kindle-App für das iPhone raus gebracht hat. Damals habe ich dann erstmal versucht mich mit Bücher von z.B. @Gratisbuech zu versorgen. Parallel dazu habe ich noch Stanza als eBookreader ausprobiert. Eigentlich war mir Stanza lieber, weil man sich leichter aus freien Quellen (Guttenberg Projekt versorgen kann.

Falle

Ich war mir eine lange Zeit sicher, ich brauche keinen eBookreader. Irgendwann, wurde ich wieder auf eBookreader aufmerksam, weil mir die Amazon-Werbung gegen das Ipad aus dem Herzen gesprochen hat. Ja, das iPad ist zu schwer und das spiegelnde Display zum Lesen ein Graus. Die Akkusstandzeiten eine Zumutung! Und dann gab es da auch noch dieses einmalige, verlockende, zeitlich eingeschränkte Megasonderangebot! - 99,00 Euro für einen Paperwhite ohne 3G. Und so richtig schlecht, hat der Paperwhite bei Stiftung Warentest jetzt auch nicht abgeschnitten. Was soll ich sagen, ich habe jetzt so einen Kindle Paperwhite.

Kritik

Es fällt mir schwer objektiv zu bleiben. Schließlich habe ich ja fast 100,-- Euro auf den Tisch gelegt und mag mir nicht eingestehen, dass ich evtl. Geld falsch investiert habe. Darum möge man bei der folgenden Lobhudelei, immer ein bisschen was weg rechnen.

Kurz, das Ding ist der Hammer! Etwas länger, ich bin total begeistert!

O.k. das war jetzt genauso kurz :-) aber ich kann evtl. schon noch ein bisschen mehr schreiben. Das Display ist wirklich wie Papier. Zuerst dachte ich, ich muß noch irgendeine Schutzfolie abziehen, aber die "Schutzfolie" veränderte sich, als ich den Kindle an meinen Rechner anschloß. Der Kontrast ist ein Traum. Es spiegelt nichts, also der beworbene Unterschied zum iPad (mini) ist definitiv da! Für jemanden, der bisher auf einem iPad 2 gelesen hat ist auch das Gewicht ein gewaltiger Punkt. Der Kindle wiegt (im Vergleich) nichts! Die Hintergrundbeleuchtung ist toll und hat auch keine Schatten oder unterschiedlich helle Bereiche.

Ich weiß ja nicht wie die bei Kindle das gemacht haben!

Ehrenrettung

Zu meiner Ehrenrettung habe ich die ersten Bücher nicht etwa bei Amazon gekauft, sondern ich habe mit Hilfe von Calibre Bücher, die ich bisher in Stanza gelesen habe (oder halt noch nicht gelesen habe) auf den Kindle geschoben. Calibre macht für mich den Paperwithe perfekt.

Fazit

Ich bin begeistert! Schrieb ich das schon? :-) Aber wenn man mal überlegt, was ein Bücherregal bei I**A kostet, das dann noch nicht mal hübsch ist, kann man mit dem Kindle nicht viel falsch machen. Und der Kindle sieht auch noch besser aus, es passen mehr Bücher rein und "Billi" passt auch nicht wirklich in einen Koffer oder Rucksack. Ich würde, aus aktueller Sicht, auch den aktuellen Preis von 129,-- Euro bezahlen.

Kaufempfehlung

Grüße Thomas

P.S. Die Lederschutzhüe kann man für ca. 12,00 Euro erwerben und man muß sie nicht unbedingt haben.

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Krank in der Arbeit

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Tags:  Arbeit privat

Beobachtung

In letzter Zeit fällt mir immer häufiger auf, daß Kollegen, trotz triefender Nase in der Arbeit auftauchen. Das Ganze scheint nicht nur im Büro, sondern auch in unserer Produktion und im Lager so zu sein. Jetzt frage ich mich, ob das wirklich sein muß? Was haben diese Kollegen davon? Kommt, ein solches Verhalten, bei Vorgesetzten als besonderer Einsatzwille gut rüber?

Es geht jetzt ja erst los

Wir starten ja gerade erst in den Winter und das dicke Ende kommt ja erst noch. Sicher, ich bin auch nicht derjenige, der bei jedem Niesen gleich zuhause bleibt, aber wenn ich Krank bin, dann bin ich krank! Wenn ich Fieber habe, meine Nase ständig läuft und ich permanent huste, helfe ich im Büro niemanden. Klar, irgendwer muß meinen Job machen, wenn ich nicht da bin. Die Kollegen freuen sich sicher nicht. Auf der anderen Seite bin ich aber krank auch keine wirkliche Hilfe und stecke die Kollegen dümmsten Falls auch noch an.

Im unserem speziellen Fall, sehe ich sogar noch ein echtes Risiko für unsere Produkt, bzw. unsere Kunden. Wir fertigen, unter Anderem, auch Schlauchsysteme für die Patientenbeatmung. Jetzt stelle man sich mal vor, meine Viren landen in einem Schlauchsystem... das will dann wohl auch kein Vorgesetzter verantworten, oder?

Eine kurze Recherche im Web zeigt, daß sich auch die "Großen", wie z.B. Focus (Krank zur Arbeit: nicht tapfer, sondern teuer) und Stern (Wer sich krank ins Büro schleppt, schadet der Firma) mit dem Thema zyklisch auseinander setzten und deren Einschätzung meiner gleicht!

Krank ins Büro - ohne mich!

Ich werde mich nicht krank ins Büro schleppen. Für Vorgesetzte, die ein Problem damit haben, lasse ich mir auch gerne einen Termin beim Hausarzt geben, der schreibt mich ja auch ohne Probleme krank, denn ich bin es ja. Das ist zwar die Zeit, die ich ich gerne dazu aufwenden würde um vieleicht doch noch das Eine oder Andere per Telefon und eMail im Büro um zu organisieren, aber wenn es eben sein muß - irgend etwas bleibt dann halt doch auf der Strecke! Wenn Ihr mir einen Gefallen machen wollt, verzichtet bitte darauf mich anzustecken! Das Standing, einen ggf. blöden Kommentar eines Kollegen wegen meines Fehlens auszuhalten, habe ich sicher auch (gell Thomas).

In diesem Sinne, Gute Besserung,
Thomas

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Ladeprobleme mit dem iPhone 5

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Tags:  Apple iPhone

Problem

Vor ein paar Tagen kam ein Arbeitskollege mit seinem iPhone 5 zu mir und erzählte, dass das gute Stück defekt sei. Es hätte wohl einen Wackelkontakt an der Ladebuchse. Wir haben dann ein wenig darüber philosophiert, das diese Lightning Connectoren wohl einfach durch ihre schlichte Größe anfälliger für mechanische Belastungen seien und die "alte iPod-Schnittstelle" betrauert.

Außerdem haben wir mal versucht, den Fehler wirklich einzuschränken und dazu Ladekabel und Telefone untereinander quer getauscht. Erfolglos - das iPhone meines Kollegen ließ sich nirgends zuverläßig laden, es war immer eine sehr kippeliche Sache.

Lösung

Wider erwarten, lieferte ein Anruf bei der Hotline des Telefonproviders die Lösung des Problems. Mein Kollege wollte das Telefon auf Garantie getauscht bekommen. Der Hotline-Mitarbeiter riet aber dazu sich die Ladebuchse des iPhones noch mal genauer anzuschauen und mit einer Büroklammer ggf. darin angesammelten Schmutz zu entfernen. Mein Kollege ging dann wie empfohlen vor und pulte mit einer Büroklammer in der Buchse herum. Das Ergebnis war zum einen, ein großer Haufen seiner Jeanstaschen-Flusen, zum anderen, eine wieder funktionierende Ladebuchse. Offensichtlich hat sich, dadurch, dass das Telefon die Jeanstasche ohne Schutzhüle bewohnte, so viel Schmutz, Flusen und was auch immer in so einer Tasche zur Untermiete wohnt, gesammelt, dass der Lightning-Connector nicht mehr weit genug einzustecken war.

Fazit

Da sind wir wieder beim Thema, die "alte iPod-Schnittstelle", war so groß, dass der Schmutz wohl auch wieder raus gefallen ist.

Mir gefällt die Idee mit einer Büroklammer, die ja elektrisch leitend ist, nicht! Vielleicht solltet Ihr es besser mit einem Zahnstocher ausprobieren. Wenn der allerdings abbricht, ist wieder nichts gewonnen. Also ist der Beitrag wohl besser nicht als Handlungsempfehlung zu verstehen, sondern doch nur als Erfahrungsbericht.

Wenn Ihr es trotzdem probiert, ich übernehme keinerlei Haftung. Das versteht sich aber von selbst, oder?

Viel Erfolg,
Thomas

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