Abschied nach fast elf Jahren

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Tags:  Arbeit privat

Veränderung

Lange habe ich mit dem Gedanken gespielt die Firma zu verlassen und mich nach einem neuen Job umzusehen, sehr lange. Immer wieder, habe ich Stellenanzeigen gelesen, mich mit Jobvermittlern unterhalten und sogar Vorstellungsgespräche geführt, immer wieder. Und jetzt habe ich tatsächlich meinen letzten Arbeitstag, nach fast elf Jahren in der gleichen Firma hinter mich gebracht. Gestartet in einem Laden mit nicht einmal 100 Mitarbeitern, verlasse ich jetzt eine Firma mit über 700 Mitarbeitern. Diese Entwicklung habe ich sicher auch ein ganz kleines Stück mit getragen.

Und ganz ehrlich, der letzte Tag war keine Erleichterung, ich habe mich ausgesprochen schwer von Kollegen und so manchen Wegbegleidern, die ich Freunde nennen würde verabschiedet.

Warum?

Gute Frage! Mir fehlte das Gefühl weiter zu kommen, mit fehlte Anerkennung und mir fehlte zum Schluß das Vertrauen in meine Projektleitung, der ich nicht zutraue ein wirklich wichtiges strategisches Projekt "durch die Türe zu bringen". Keiner wollte meine Erfahrung nutzen, oder gar basierend auf meiner Einschätzung andere Wege gehen - Entscheidungen überdenken. Dann nicht! Elf Jahre habe ich mich als Qualitäter in verschiedenen kleinen und großen Projekten mit immer wieder den gleichen Herausvorderungen konfrontiert gesehen und zum guten Schluß, durfte ich meine Erfahrung nicht gewinnbringend einsetzten.

Was tun?

Also was bleibt? Weglaufen? Eigentlich, nicht mein Ding - ich habe versucht die Komandostruktur nach oben zu gehen und meine Ideen zu bewerben. Nach dem ich auch hier nicht Landen konnte, weil Seilschaften sich als tragfähiger als fachliche Expertiese erwiesen, habe ich für mich endlich nach einem Ausweg gesucht.

Jetzt, wo alles gelaufen scheint, frage ich mich trotzdem, warum mir keiner zugehört hat...

Zukunft

Gut, alte Zöpfe sind jetzt ab.

Im Moment bin ich gespannt, nervös, aufgeregt! Ab Montag fahre ich nicht nur in eine komplett andere Himmelsrichtung, sondern auch einer komplette neuen Aufgabe entgegen. Die Automotiv-Industrie verliert mich an die Medizintechnik.

In Zukunft kümmere ich ich nicht mehr um qualitativ hochwertige und nett anzusehende Navigationssysteme, sondern um hoffentlich wirklich funktionierende Beatmungsgeräte.

Drückt mir die Daumen, dass ich es nicht verbocke :-)

Grüße, Thomas

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