#BunBo Hausbooturlaub

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Tags:  privat Reisebericht


Eine wage Idee

Pfingsturlaub - wir wollten mal den, seit acht Jahren etablierten Standard verlaßen und nicht auf Fehmarn Urlaub machen. Nicht lange hin und her überlegt, kam uns ein Hausbooturlaub auf dem "Canal du Midi" in Erinnerung, den wir vor x Jahren zu zweit gemacht hatten. Die Idee war da. Aber wie realisieren wir mit zwei Kindern so einen Urlaub? Das Leben auf einem klaßischen Hausboot schien uns mit den beiden Jungs (vier und acht Jahren) nicht so optimal, außerdem waren uns die über 1200km Anreise für eine Wochen Urlaub dann doch zu heftig. Das muß doch auch näher und "kindertauglicher" und näher funktionieren.

Lösung

Googel sei dank wurden wir sehr schnell auf BunBo aufmerksam. Die Boot schienen für eine Familie mit Kindern optimal zu sein, weil alles auf einer Ebene, ohne Kletterei zu erreichen war und das Boot sehr viel Platz bot. Also gesagt, gebucht. Ein großes BunBo 1160 war im Revier Plaue Havel noch zu haben. Sehr schön!

Vorbereitung

Nach dem wir keinen Sportbootführerschein besitzen, mußten wir uns auf den Charterschein vorbereiten. Eine Einführung zu Reisebeginn war nötig und zudem eine (kleine) Prüfung der theoretischen Grundlagen. Zum lernen habe ich mir ein paar Kärtchen gedruckt und mit diesen mehrere Mittagspausen verbracht.

Los gehts

Die Anreise von ca. 400 km verlief ohne besondere Ereigniße und wir konnten pünktlich um 14:00 Uhr mit der Bootsübergabe beginnen. Sehr nette Mitarbeiter der Marina in Plaue kümmerten sich darum, daß wir unsere Bettwäsche erhielten und zeigten uns unser Boot. Zur Begrüßung gehÖrte auch eine Thermoskanne frischer Kaffee gehörte zum Service. Die schön aufgereihten Boote machten von Anfang an einen tollen Eindruck und die Vorfreude stiegt zunehmend.
Sehr geduldig, wurde mit allen Chartergästen eine Einweisungsfahrt gemacht, bei der jeder die wichtigsten Fahrmanöver selbst durchführen mußte. Danach durften wir los.

Die Fahrt

Die erste Nacht verbrachten wir noch auf dem Hauptast der Havel, wir haben mit Hilfe der Ankerpfähle in einer nahe der Marina liegenden Bucht fest gemacht hatten. Die Schlafzimmer waren super bequem und total gemütlich, wie übrigens das ganze Boot!
Trotz Hochsaison verteilten sich die Touristen in ihren Hausbooten so, daß wir an Stellen festmachen konnten und zwei Tage keine Menschenseele getroffen haben. An solchen Stellen besuchte uns Abends ein Bieber und tagsüber haben die Kinder Freundschaft mit einem Schwan schließen können. Dieser kam drei mal am Tag und lies sich von uns mit Futter versorgen.
Unser Bunbo an einem von uns gewählten Liegeplatz. Hier konnten die Kinder gefahrlos mit unserem Kanu paddeln.
Die Außicht auf einen Nebenarm der Havel. Hier besuchte uns der oben erwÄhnte Schwan.

Dreimal Sonnenuntergang - da kann ich nicht viel zu schreiben, einfach soooo schön!


Fazit

Auch wenn der Fünfjährige noch nicht so richtig zufrieden war, weil er recht wenig alleine unternehmen konnte, werden wir wieder ein BunBo chartern. So einfach "entschleunigen" und einfach die Seele baumeln laßen, konnten wir in einem Urlaub bisher selten. Bis dahin kann nicht nur der Große schwimmen und ich habe auch meiner Fertigkeiten als Angler wieder ein bißchen auf Vordermann gebracht. Wenn man Baden gehen will, ist die Havel Ende Juni noch nicht so optimal, wir konnten aufgrund des durchwachsenen Wetters nur am letzten Tag ins Waßer, dafür genoßen wir den Kaminofen gerade die ersten drei Abende.

Grüße,
Thomas


P.S.: Einen Facebook-Auftritt haben die Caschys Blog übrigens auch.

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